Andy Murray gewinnt die US Open

Das Finale der US Open in New York war ein Marathon-Match über beinahe fünf Stunden. Am Ende konnte sich der Schotte Andy Murray gegen den Serben Novak Djokovic in fünf Sätzen mit 7:6 (12:10), 7:5, 2:6, 3:6, 6:2 durchsetzen. Damit kann der 25-Jährige endlich das Image des ewigen Zweiten abstreifen.

Murray konnte es kaum fassen, als er nach fast fünf Stunden den entscheidenden Matchball durchbrachte. Dass Ergebnis, auch im letzten Satz, täuscht. Über die komplette Spielzeit war das Match zwischen den beiden Top-Spielern hart umkämpft. In teilweise enorm langen Ballwechseln schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Beide Spieler waren körperlich fix und fertig, als das hochspannende und von grandiosem Tennis geprägte Match sich dem Ende neigte. Bei der Siegerehrung sah man dem Schotten an, dass er mit Schmerzen zu kämpfen hatte. Auch der „Djoker“ hatte Probleme mit dem Oberschenkel und musste sich im letzten Satz sogar von einem Physiotherapeuten behandeln lassen.

„Es ist einfach unglaublich. Ich habe keine Worte. Ich bin fassungslos. Am liebsten würde ich diesen Moment für alle Ewigkeit festhalten“, erklärte Murray nach der Partie. Titelverteidiger Djokovic erwies sich bei der Siegerehrung als fairer Sportsmann, als er seinem Gegner bescheinigte: „Du hast es wirklich verdient.“ Damit kann Murray endlich das Image des „ewigen Zweiten“, wie ihn der „Daily Mirror“ in den Tennis News betitelt hatte, abstreifen.

Wie sein Trainer Ivan Lendl, hatte der 25-Jährige zuvor vier Mal ein Grand-Slam-Finale erreicht, bevor er endlich einen Titel gewinnen konnte. Zuletzt war er in Wimbledon gegen Roger Federer gescheitert. Doch der Schotte hatte in letzter Zeit ständig seine Form gesteigert und wurde nicht zu Unrecht bei den Sommerspielen in London Olympiasieger. Kein Wunder, dass Legende John McEnroe Murray jetzt endgültig zum Kreis der Tennis-Größen zählt.

„Wer in dieser Ära des Tennis einen solchen Pokal gewinnt, wer sich gegen Leute wie Nadal, Federer und Djokovic behaupten kann, der ist selbst ein würdiger Champion“, sagte der in Deutschland geborene US-Amerikaner. Mit dem US Open endet die Grand-Slam-Tour dieses Jahr. 2013 geht es mit den Australian Open weiter, bei denen der Schotte laut den Wettquoten von bet365 neben Novak Djokovic, Roger Federer und den bis Dato hoffentlich genesenen Rafael Nadal, wieder zu den Topfavoriten gehört. Jetzt auf Tennis wetten.